Chatverlauf mit Frau Williams (unsere Kontaktperson zum Kinderheim)

Dies ist ein Chatverlauf mit Frau Williams vom Kinderheim inklusive einiger Einblicke, wie es im Kinderheim derzeit läuft. [5.3., 16:23] Edna SchröderLiebe Irmgard, hast du zufällig eine Außenansicht von Ota, die Eine-Welt-Gruppe wollte das mit auf ihre Homepage machen [5.3., 21:21] Irmgard WilliamsSorry, bin gerade mit Peter‘s Familie bis morgen. Habe keine Gebäude von OTA … Weiterlesen …

Weihnachtsbrief aus Brasilien 2017

Deutsche Übersetzung Wir befinden uns im Endspurt des Jahres, einem Jahr der Konsolidierung des Projektes Arco Iris. Das Projekt ist gereift, funktioniert mit voller Kraft mit der gesamten Infrastruktur des ehemaligen Kinderheimes, welches in ein unterhaltsames und inspirierendes Ambiente umgewandelt wurde. Die Erzieher führen ihre Gruppen von einem Raum zum anderen: vom Musiksaal zum Tanzsaal, … Weiterlesen …

E-Mail von Oscar, 21.10.17

Extrema, 21.10.2017

Liebe Renate

Paz e Bem. Freut uns, das ihr noch immer festhalten an unserem Ideal, das es nur eine Welt, eine Familie und nur eine Hand, die über uns Allen wacht gibt!

Wünsche euch einen schönen Feier und Kirchengang zu. Mache weiter, gebe nicht auf, alles ist möglich, wenn wir selbst fest daran glauben können.

Alles Gute,

Oscar, Svani und alle Mitarbeiter vom Recanto São Francisco.

(paz = Frieden, bem = gut)

Brief von Roseli de Avila, Geschäftsführerin des Projektes „Arco Iris“

Extrema, Oktober 2017 Übersetzung des Briefes von Roseli de Avila, Geschäftsführerin des Projektes „Arco Iris“ Die Associacao Recanto São Francisco war mehr als 20 Jahre ein Zufluchtsort für Kinder, die aus zerrütteten Familien in Obhut genommen werden mussten. Durch diese Arbeit sollte den Kindern die Chance auf ein selbstbestimmtes Leben gegeben werden. Als ab 2009 … Weiterlesen …

Weihnachtsbrief und -karte aus Brasilien

2015 Weihnachtsbrief Seite 1

Deutsche Übersetzung

Dieses Jahr haben wir das Ziel erreicht, dass 80 Kinder an einer Vielfalt von Workshops teilnehmen konnten. 2015 war das Jahr der Konsolidierung, das uns Erfolge und viele glückliche Momente mit den Kindern beschert hat.

Im Rückblick auf die bereits 153 Kinder, die das Projekt durchlaufen haben, bemerken wir eine echte Verbesserung des Verhaltens und der Sozialisation, was zu einer besseren Leistung in der Schule führt.

Die Verantwortung als Staatsbürger wird in wöchentlichen Treffen eingeübt, indem die Kinder selbst Lösungen für ihre Probleme finden lernen.

All dies war möglich, mit Ihrer Hilfe.

Unterschriften

Mail von Svani

Extrema, 20.09.2015

Bei uns war und ist dieses Jahr sehr schwierig durch die Krise hier und Brasilien ist noch nicht am Ende des absteigenden Astes angelangt.

Aber wir haben ja die tüchtige Roselie und man kann nur sagen das Projekt nach einem Jahr ist sehr erfolgreich!!!! Wir sind voll ausgebucht mit Kindern und haben schon eine Warteliste. Unseren Wunsch, die Kinder ab 12 Jahren weiter zu behalten, mussten wir leider aufgeben, da die Nachfrage mit Kindern unter 12 so groß ist. Wir haben viel gelernt in diesem Jahr, denn das Projekt ist schon anders als ein Heim. Die Kinder sind teilweise viel schwieriger zu beeinflussen,denn sie kommen mit ihren Problemen zu uns und wir versuchen ihnen Werte vorzuleben, nur gehen sie dann wieder nach Hause in ihre kaputten Familien, die so gar keine Zeit für sie haben. Wir machen regelmäßig Elternabende, wo so langsam auch immer mehr Eltern kommen. Die Kinder wollen auf gar keinen Fall hier oben fehlen!!! Leider haben wir einen recht großen Wechsel im Personal. Anfangs haben wir viele Workshops angeboten mit professionellen Lehrern. Die kommen aber oft nicht mit den Kindern zurecht und gehen bald wieder. Was wir brauchen sind Leute die Kindern helfen wollen egal wie unmöglich diese sind. Ich gebe seit 3 Monaten Kochkurse für sie und ich weiß, wovon ich rede. Ich habe auch eine Zeit gebraucht, um sie zu motivieren. Aber  mittlerweile lieben sie es!! Sie brauchen viel Zuneigung, Geduld und vor allem Konsequenz. Das kann sehr ermüdend sein. Unsere Vorstellung für das nächste Jahr ist, weniger Workshops und mehr Sport und Freizeit. Ballet, Backen, Fußball sind sehr beliebt. Gartenbau und Musik ebenfalls. Wir haben leider immer noch keine neuen Dokumente und können so auch noch nicht an die viele Industrie, um Spenden zu bekommen. Nächsten Sonntag ist unser 1-Jähriges und da haben wir viele Leute eingeladen und die Kinder haben viel für die Eltern vorbereitet. Ich werde die Roselie bitten nach dem Fest mal eine ausführliche Zusammenfassung unseres 1. Jahres zusammenzustellen für Euch. Wenn wir uns mehr Personal leisten könnten, könnten wir auch mehr als 80 Kinder aufnehmen, den Platz hätten wir ja.

Letzter Brief der Brigitte-Wegenast-Stiftung

2014_12_letzerBriefBrigitteWegenastDezember 2014

Liebe Freunde und Spender der Brigitte-Wegenast-Stiftung,

es fällt mir nicht ganz leicht, statt des üblichen Jahresberichtes gleichzeitig einen Abschieds- und Abschlussbericht zu verfassen.

Nach 30 Jahren, vielen mit Erfolg durchgeführten Projekten, auf die ich nachher noch näher eingehen möchte, habe ich mich entschlossen, die Stiftung Ende des Jahres aufzulösen. Der Zahn der Zeit nagt nicht nur an mir, sondern auch an meinem Mann als buchführendem Mitarbeiter, der mich in den letzten Jahren nach besten Kräften unterstützt hat.

Vieles ist in den letzten 30 Jahren mit Ihrer bzw. Eurer Mithilfe auf die Beine gestellt und erfolgreich weitergeführt worden.

Das dritte Projekt ist ein Waisenhaus in Minas Gerais, das von einem holländischen Industriellen Anfang der 90er Jahre gebaut, ausgebaut und geleitet wurde. Das Ziel war, die Kinder von der Straße und aus kaputten Familien zu holen und sie durch Ernährung, Schulbildung und Resozialisierung, Zuneigung und Zuwendung für ein weiteres Leben zu festigen. Das ist in vielen Fällen auch gelungen, die Ziele waren hoch gesteckt und es sind Generationen von Jugendlichen hervorgegangen, die sich jetzt wiederum um die jüngeren, hilflosen kümmern.

Als ich 1995 zum ersten Mal auf das Heim aufmerksam wurde, wurden dort 70 Kinder betreut, zu ca. 20 Km entfernten Schulen gebracht und wieder abgeholt, was auf Erdstraßen oft nicht so ganz einfach war. Mit vielen Helfern und Spenden wurde die Einrichtung eine der mustergültigsten (im guten Sinne) im weiten Umkreis. Jetzt, nachdem viele Kinder dort aufgewachsen sind und nun im Leben stehen, wurde das Heim Anfang dieses Jahres zu einer Tagesbetreuungsstätte für Kinder umfunktioniert und nimmt Kinder zu Schulzwecken, Hausaufgabenbetreuung und Musikunterricht auf. Dieses „Recanto São Francisco‟ wird und wurde von mir bis Ende 2014 mit Spenden unterstützt.

Zwischendurch gab es natürlich während meiner 30jährigen Sozialarbeit noch unzählige Kleinprojekte, Spontanhilfen und Kurzzeitbetreuungen. Alle aufzuzählen würde den Rahmen sprengen. Dank Ihrer bzw. Eurer Mithilfe war vieles möglich. Befriedigende, arbeitsreiche und erfüllende Tätigkeit, die ich jetzt in meiner näheren Umgebung fortsetzen möchte.

Es bleibt mir nur zu danken für das immense Vertrauen und die Spenden, die im Laufe der vergangenen 30 Jahre eingegangen sind. Zuerst an mein privates Spendenkonto bei der Volksbank Tübingen, ab 1992 über die „Humanitas Frankfurt e. V. ‟ und ab Mitte 2005 an die Brigitte-Wegenast-Stiftung, die ich zum 31.12.2014 auflösen werde.

Ein frohes, gesegnetes Weihnachtsfest, viel Gesundheit, Liebe und Solidarität wünscht Euch und Ihnen

Ihre

Brigitte Wegenast

Weihnachtsbrief vom Kinderheim

2014.12.14_WeihnachtsbriefVomKinderheim

When, at Christmas, we celebrate the birth of Jesus, we are embracing the new, with a heart full of hope, for a better future. We become aware of a light in the darkness, a new direction.

After 21 years of social work as an orphanage, the Recanto São Francisco had to adapt itself to the changes occurring within society. It was no longer allowed to continue as a shelter for youth/teens who needed protection and guidance for an extended period, longer than 6 months. We knew that nothing is permanent, everything is constantly changing, the Recanto, is not an exception.

We did not want to give up. The willingness to do our part to make this world a little better, more just and loving to everyone, is as strong as it was in the days of initiating the Recanto São Francisco.

Our good infrastructure, our experience of many years as our many olive trees, we wanted to share with people who live on the margins of our society with few expectations of change.

Thus was born the project called ” Arco Iris”. Children from the lower dass, often from broken up families, with difficult social behavior, and poor school results can find a place with inspiring activities before or after school. With well-prepared mentors, talents will be strengthened and a way will be found to share these talents with others. A journey of “me” to “us”, a path where human values can be put into practice.

We thank all who contributed and continue collaborating so that our project becomes a place of real and effective social changes,encouraging a new generation to follow “Truth”, “Correct Action” and compassion.

Merry Christmas and a happy new year

 

Deutsche Übersetzung

Wenn wir an Weihnachten die Geburt Jesu feiern, umarmen wir das Neue mit einem Herzen voller Hoffnung für eine bessere Zukunft. Wir erkennen ein Licht in der Dunkelheit, eine neue Richtung.

Nach 21 Jahren der Sozialarbeit als ein Waisenhaus, musste sich das Recanto São Francisco den Änderungen innerhalb der Gesellschaft anpassen. Es wurde uns nicht mehr erlaubt ein Zufluchtsort für die Jugend/Teenager zu sein, die Schutz und Führung für einen längeren Zeitraum als 6 Monate benötigen. Wir wussten, dass nichts von Dauer ist, alles ist ständig in Bewegung, das Recanto ist da keine Ausnahme.

Wir wollten nicht aufgeben. Die Bereitschaft unseren Beitrag zu leisten, diese Welt etwas besser zu machen, gerechter und liebevoller für jeden, ist so stark wie in den Tagen des Beginns des Recanto São Francisco.

Unsere gute Infrastruktur, unsere langjährige Erfahrung wie auch unsere vielen Olivenbäume wollten wir mit Menschen teilen, die am Rande unserer Gesellschaft leben und nur wenig Aussicht auf Veränderung haben.

So war das Projekt namens “Arco Iris” geboren. Kinder aus den unteren Schichten, oft aus zerrütteten Familien mit schwierigem sozialem Verhalten und schlechten Schulleistungen können hier einen Platz mit inspirierenden Aktivitäten vor oder nach der Schule finden.

Mit gut vorbereiteten Mentoren werden Talente gestärkt und ein Weg gefunden, um diese Talente mit anderen zu teilen. Eine Reise von “mir” zu “uns”, ein Weg, in dem die menschlichen Werte in die Praxis umgesetzt werden.

Wir danken allen, die dazu beigetragen haben und weiter beitragen werden, so dass unser Kooperationsprojekt zu einem Ort von tatsächlichen und wirksamen sozialen Veränderungen wird, das eine neue Generation ermutigt wird, der “Wahrheit”, dem “Korrektem Handeln” und dem Mitgefühl zu folgen.

Frohe Weihnachten und ein glückliches neues Jahr

Weihnachtsgrüße von Svani

Extrema, 18.12.2014

Liebe Renate

Euch ein friedvolles Weihnachtsfest und alles Gute für das neue Jahr!!! Wir hatten am letzten Samstag unser Fest im Recanto für die Eltern und Kinder. Es war sehr beeindruckend nach 2.5 Monaten ein solches Feedback zu bekommen. Es waren fast alle Eltern da. Die Prefetura hat uns einen Bus gestellt, da ja viele der Eltern kein Auto haben. Die Kinder haben ganz stolz ihre verschiedenen Workshops gezeigt und erklärt, haben gesungen und getanzt. Alle waren ganz begeistert über den Platz und die Arbeit. Die Ergebnisse unserer Arbeit wurden sehr gelobt. Kinder benehmen sich besser zu Hause, sind ausgeglichener und gehen früher ins Bett, da sie ausgepowert sind und das nach 2.5 Monaten finde ich wirklich toll. Der Erfolg hat die Prefetura dazu bewogen einen Omnibus uns über die Ferienzeit zu stellen, so können wir offen bleiben bis die Schule wieder anfängt, was für viele Eltern eine Erleichterung ist, da sie keine Aufsicht für ihre Kinder haben während der Ferienzeit. Leider müssen wir den Fahrer selber bezahlen!! Geld ist leider immer weniger, aber wir geben nicht auf!! Die Kinder sind teilweise schwieriger als unsere Heimkinder und für uns ist die Herausforderung oft größer, aber auch wichtiger, denn hier können wir Kinder auf eine lange Zeit begleiten, was der Staat bei Heimkindern ja leider unmöglich gemacht hat. Viele der Ongis mit Heimen schließen und machen das gleiche wie wir. So können wir wieder Kindern helfen, die ein kaputtes Zuhause haben ohne die Vorschriften der Regierung!!! Wir haben einen Film gedreht, mit dem wir an die Industrie gehen wollen wegen Spenden. Wenn er fertig ist, werde ich dir eine CD schicken. Ich versuche mal, ob ich es schaffe, dir die Fotos davon zu schicken.

Euch allen ganz liebe Grüße aus dem absolut unweihnachtlichen Brasilien.

Svani

Anmerkung: “Ongis” = Organisationen