Menschenwürdige Arbeit und existenzsicherndes Einkommen durch Kooperativen, MTB


Im Fairen Handel sind Kooperativen wichtige Handelspartner. Sie sind wichtig für die ProduzentInnen im Globalen Süden, denn sie geben ihren Mitgliedern die Möglichkeit, ihre Verhandlungsposition zu stärken, Zugang zu Kredit-, Versicherungs- und anderen Finanzdienstleistungen zu erhalten und selbst zu entscheiden, wie sie die Fairtrade-Prämie investieren. Für Frauen kann der Beitritt zu einer Fairtrade-Kooperative der erste Schritt in Richtung Geschlechtergerechtigkeit und Selbstbestimmung sein.

 

Drei Beispiele

 Zum Tag der Kooperativen am 6. Juli sollen 3 Beispiele zeigen, wie das Modell der Fairtrade-Kooperativen den Mitgliedern hilft, menschenwürdige Arbeit zu finden und ein existenzsicherndes Einkommen für sich und ihre Familien zu ermöglichen. (Quelle: https://www.fairtrade-deutschland.de/service/newsroom/news/details/menschenwuerdige-arbeit-und-menschenwuerdiges-einkommen-4070.html)

Koperasi Kopi Wanita Gayo ist eine Kaffeekooperative in Indonesien. Es ist die erste Kaffeekooperative Südostasiens ausschließlich für Frauen und sie soll Frauen ein Mitspracherecht in dieser zutiefst konservativen und von Männern dominierten Region geben. Im ersten Handelsjahr produzierte sie 13 Tonnen Kaffee. Mit der erwirtschafteten Fairtrade-Prämie möchte die Kooperative ein Gesundheitszentrum bauen sowie einen Krankenwagen für die lokale Bevölkerung bereitstellen.

In Malawi investierte die Sukambizi Association, eine Fairtrade-Teekooperative mit mehr als 8.000 Mitgliedern, einen Teil ihrer Fairtrade-Prämie in essentielle Angebote für Kinder – darunter auch zwölf Schulgebäude in unterschiedlichen Dörfern. Außerdem bauten sie auch ein Geburtshaus, kauften einen Krankenwagen und versorgten mehr als 4.000 Familien mit sauberem Wasser.

In der Elfenbeinküste ist Awa Bamba, Generaldirektorin einer über 3.000 Mitglieder umfassenden Kakao-Kooperative, eine der ersten Absolventinnen der Fairtrade Women’s School of Leadership. Unter ihrer Leitung wurde die Produktion fast verdoppelt und außerdem hat sie für die Kleinbäuerinnen und -bauern weitere Einnahmequellen wie Hühnerfleisch und Eierproduktion geschaffen. Mit der Fairtrade-Prämie hat die Kooperative ein Gemeinschaftsradiosender, Kindergärten und ein Mikrokreditprogramm auf die Beine gestellt.

Termine:

Samstag, 13. Juli von 14 – 17 Uhr: Verkauf von Waren aus Fairem Handel im Rahmen der Aktion Faire Schultüte im Katholischen Kindergarten Leutershausen (Sommerfest)

Donnerstag, 18. Juli, 19.30 Uhr im Gasthaus zum Hirsch (Nebenzimmer): Monatliches Treffen des Vereins „Eine-Welt-Gruppe Hirschberg“. Gäste sind herzlich willkommen

Freitag, 19. Juli, 12 – 14 Uhr: Verkauf von Waren aus Fairem Handel im Rahmen der Aktion Faire Schultüte im Evangelischen Kindergarten Leutershausen

Artikel aus dem Mitteilungsblatt Nr. 28, 12.07.2019