Mit Orangensaft das Leben fair-süßen

Gerade jetzt im Sommer konsumieren viele von uns gerne leckere Fruchtsäfte oder Cocktails, oftmals unter Verwendung von Orangensaft. Der größte O-Saft-Produzent weltweit ist Brasilien. Die drei großen Hersteller dort üben einen großen Preisdruck auf die Plantagenbesitzer aus, die diesen Druck an die Plantagenarbeiter weitergeben. Daher herrschen auf den Plantagen oftmals sklavenähnliche Arbeits-bedingungen: Orangenpflücker*innen werden z.T. gezwungen, ohne Schutzkleidung, für Hungerlöhne, ohne Sicherheit von Gesundheitsvorschriften zu arbeiten und zu leben. Menschenrechtsorganisationen weisen schon seit Jahren darauf hin.

60% des in Brasilien produzierten Orangensaftes gelangt in die Europäische Union.

Diese sollte sich mit ihrer Marktmacht für menschenwürdige, faire Produktions- und Arbeitsbedingungen einsetzen – dabei könnte das in Arbeit befindliche Europäische Lieferkettengesetz helfen. Es würde endlich gemeinsame Regeln für alle Unternehmen in der EU in den Bereichen Menschenrechte und Umwelt schaffen.

Die Eine-Welt-Gruppe hat fair gehandelten Orangensaft des Fairhandels-Unternehmens el puente in ihrem Sortiment: Das Saftkonzentrat dafür stammt aus drei brasilianischen Kooperativen mit insgesamt über 400 Mitgliedern. (https://www.el-puente.de/handelspartner/el-puente-hersteller)

Gerne können Sie den leckeren Saft bei einem Besuch während der regulären Öffnungszeiten, dienstags von 15 – 18 Uhr im Café Grenzenlos (Hölderlinstraße 6) kosten.