Extrema, 20.09.2015

Bei uns war und ist dieses Jahr sehr schwierig durch die Krise hier und Brasilien ist noch nicht am Ende des absteigenden Astes angelangt.

Aber wir haben ja die tüchtige Roselie und man kann nur sagen das Projekt nach einem Jahr ist sehr erfolgreich!!!! Wir sind voll ausgebucht mit Kindern und haben schon eine Warteliste. Unseren Wunsch, die Kinder ab 12 Jahren weiter zu behalten, mussten wir leider aufgeben, da die Nachfrage mit Kindern unter 12 so groß ist. Wir haben viel gelernt in diesem Jahr, denn das Projekt ist schon anders als ein Heim. Die Kinder sind teilweise viel schwieriger zu beeinflussen,denn sie kommen mit ihren Problemen zu uns und wir versuchen ihnen Werte vorzuleben, nur gehen sie dann wieder nach Hause in ihre kaputten Familien, die so gar keine Zeit für sie haben. Wir machen regelmäßig Elternabende, wo so langsam auch immer mehr Eltern kommen. Die Kinder wollen auf gar keinen Fall hier oben fehlen!!! Leider haben wir einen recht großen Wechsel im Personal. Anfangs haben wir viele Workshops angeboten mit professionellen Lehrern. Die kommen aber oft nicht mit den Kindern zurecht und gehen bald wieder. Was wir brauchen sind Leute die Kindern helfen wollen egal wie unmöglich diese sind. Ich gebe seit 3 Monaten Kochkurse für sie und ich weiß, wovon ich rede. Ich habe auch eine Zeit gebraucht, um sie zu motivieren. Aber  mittlerweile lieben sie es!! Sie brauchen viel Zuneigung, Geduld und vor allem Konsequenz. Das kann sehr ermüdend sein. Unsere Vorstellung für das nächste Jahr ist, weniger Workshops und mehr Sport und Freizeit. Ballet, Backen, Fußball sind sehr beliebt. Gartenbau und Musik ebenfalls. Wir haben leider immer noch keine neuen Dokumente und können so auch noch nicht an die viele Industrie, um Spenden zu bekommen. Nächsten Sonntag ist unser 1-Jähriges und da haben wir viele Leute eingeladen und die Kinder haben viel für die Eltern vorbereitet. Ich werde die Roselie bitten nach dem Fest mal eine ausführliche Zusammenfassung unseres 1. Jahres zusammenzustellen für Euch. Wenn wir uns mehr Personal leisten könnten, könnten wir auch mehr als 80 Kinder aufnehmen, den Platz hätten wir ja.