Zehn Interessierte nahmen am 9. Mai an einem öko-fairen Spaziergang zum Thema „Schokolade“ teil. Veranstaltet wurde er von der VHS Badische Bergstraße in Hirschberg, der Eine-Welt-Gruppe Hirschberg e. V. und dem oico-kredit Förderkreis, der von Marc Ehrmann vertreten wurde.
Die Teilnehmenden konnten nicht nur erfahren, dass die Deutschen durchschnittlich 1,7 Tafeln Schokolade pro Woche verzehren, sondern auch, dass der allergrößte Teil des Rohkakaos aus Westafrika kommt. Durch den Klimawandel wird der Kakaoanbau jedoch erschwert, so dass Schätzungen davon ausgehen, dass in 30 Jahren nur noch 50 % der jetzigen Flächen für den Kakaoanbau nutzbar sein werden.
Leider ist in der konventionellen Kakaoproduktion Kinderarbeit weit verbreitet, sehr oft unter menschenunwürdigen und gefährlichen Bedingungen. Außerdem bleibt in den Erzeugerländern der weitaus geringste Teil der Produktionskette, denn der Kakao wird zum allergrößten Teil nicht in den Anbauländern weiter zu Schokolade verarbeitet. Schokoladenhersteller und Einzelhandel im globalen Norden verdienen den Löwenanteil (ca. 80%).
Die Produktionsbedingungen im Fairen Handel machen hier den Unterschied: Ausbeuterische Kinderarbeit ist verboten, die Produzenten – häufig in Genossenschaften organisierte Kleinbauern – erhalten einen Preis, der aufgrund zahlreicher Prämien über dem Weltmarktpreis liegt, und sie werden geschult in Anpassungen an den Klimawandel und ökologischere Anbaumethoden.
Zum Schluss hatten die Teilnehmenden Gelegenheit, im Café Grenzenlos verschiedene Schokoladen zu verkosten, u. a. auch eine Schokolade mit 100 % Kakao-Anteil. Nicht jedermanns Geschmack, aber sehr interessant.
Zum Vormerken: Das nächste Monatstreffen der Eine-Welt-Gruppe findet am 21. Mai um 19.30 Uhr im Café Grenzenlos statt.