Vorstellung des Projektes „Regenbogen“ (Arco Iris)


Projekt „Regenbogen“ des Vereins des Kinderheimes San Francisco hilft Kindern und Familien

16-04-17_1.Bild Präsentation

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Vor 23 Jahren wurde der Verein Associação Recanto São Francisco vom Unternehmer Oscar Brenninkmeijer gegründet als Einrichtung der Jugendhilfe auf einem Gelände von 30 Hektar.

Mithilfe einer Gruppe von Freiwilligen wurde der Bau errichtet in einer Umgebung, die vor allem wegen der schönen Landschaft ausgewählt worden war.

21 Jahre lang verfolgte  das Kinderheim das Ziel, gefährdete Kinder auf das Leben vorzubereiten, indem ihnen ein Heim, Nahrung, Gesundheit, Erziehung und – vor allem eine positive Sicht auf das Leben angeboten wurden.

Seit September 2014 fungiert die  Einrichtung nicht mehr als Kinderheim, sondern dient jetzt der sozialen Wiedereingliederung von benachteiligten Minderjährigen mittels des Projektes „Regenbogen“, welches schon 80 Jugendliche aus Extrema besuchen – außerhalb des Schulunterrichtes.

Der Traum, das Haus zu einer Übergangsstation für Kinder und Jugendliche zu machen, sollte ersetzt werden durch einen Traum, der dem ursprünglichen nicht nachsteht.

Trotz aller Wünsche und Versuche alle Jugendlichen in ihre Herkunftsfamilien zurück zu führen oder eine Adoptivfamilie zu finden, war es nicht möglich alle Forderungen und Veränderungen in der Gesetzgebung zu erfüllen.

Der Schwierigkeitsgrad der Arbeit war hochkomplex und voller Anforderungen an spezifische Tätigkeiten und spezialisierte Fachkräfte.

Aber in der gleichen Zeit, in der der eine Traum aufgegeben werden musste, entstand ein anderer Traum mit gleicher Intensität, Beharrlichkeit und Solidarität.

So wurde das Projekt „Regenbogen” gegründet, welches eine soziale und erzieherische Prägung hat, indem es Kinder zwischen 6 und 12 Jahren betreut (aus Familien in schwierigen Lebenslagen und mit Betreuungsbedarf während der Berufstätigkeit) und ihnen – außerhalb des Schulunterrichtes – verschiedene weitergehende Bildungsangebote macht, die auf den vier Säulen: Erziehung, Kultur, Werte und gesunde Ernährung basieren.

Das Lernen geschieht durch Experimentieren, freies und angeleitetes Spielen, Kunst und Spaß. Die Vermittlung von Werten hilft dabei, bessere menschliche Beziehungen aufzubauen, gegründet auf Respekt, Toleranz und Solidarität. Der Kontakt mit der schönen Umgebung hilft darüber hinaus einen neuen Blick auf die Entwicklung unseres Planeten mit allen seinen Bedürfnissen zu finden.

16-04-17_2.Bild Präsentation-Gislaine Lomar

Die Psychologin Gislaine Lomar kümmert sich im Team um die Entwicklung und die Planung des Projekte.

“Wir haben während der 21 Jahre 300 Jugendliche betreut und alle wurden vermittelt, einige wurden in die Familien reintegriert, andere adoptiert oder weiter vermittelt in Arbeit oder Ausbildung, sofern sie die Volljährigkeit erreicht haben“, erklärt die Psychologin.

„Die wesentlichen Werte der Einrichtung sind: Solidarität, Integrität,Toleranz, Respekt, Kompromissfähigkeit und Verantwortung.

Mit dem Ziel, die Qualität der geleisteten Dienste zu erhalten, beabsichtigt die Vereinigung Räumlichkeiten umzustrukturieren und die Zahl der Kinder zu erhöhen mit der Perspektive eine größere Zahl von Familien und Jugendlichen unterstützen zu können.

„Um dies zu erreichen, ist die Unterstützung durch Befürworter notwendig“, berichtet Frau Lomar.

„Wir benötigen Partner, die das Projekt kennen und sich mit Spenden einbringen oder die mit dem Aufbau von speziellen Werkstätten helfen, die Kinder zu befähigen in ihrer Jugendzeit ein Handwerk zu erlernen. Wir können die Zukunft dieser Kinder gemeinsam bauen und ein qualitätsvolles Projekt erhalten.“, sagte sie.

Die Psychologin informierte weiterhin darüber, dass die Präfektur das Projekt unterstützt, indem sie die Transporte und eine Basis-Verpflegung finanziert. Einige sporadische brasilianische Partner sind: Cacau Show, Decora Center, Art Minas, Gazeta da Cidade, Drogaria Extrema, Bauducco, Chocolates Brasil Cacau, Live Studio, Kopenhagen…

In dem Projekt erhalten die Kinder folgende Angebote und Leistungen: gesundes Essen, pädagogische und psychologische Hilfe, Kunstunterricht, Spielothek, Fernsehraum. Capoeira, Tanz, Umwelterziehung, Sportunterricht, Kochkurse, Informatik, kooperative Spiele, Jiu-jitsu, Musik, Musiktherapie, Theater. Es werden außerdem zwei Mahlzeiten pro „Schicht“ gereicht und durchschnittlich 3 Workshops pro Tag angeboten.

Gislaine Lomar bestätigte, dass schon in den ersten drei Monaten ein Fortschritt in der Entwicklung der Jugendlichen erkennbar war. „Jugendliche, die Lern- und Sozialisierungsschwierigkeiten hatten sowie auch viele Probleme innerhalb der Familie durchgemacht haben, zeigen heute Potential durch Spielen, Lachen und Lernen, d.h. durch Dinge, die sie früher nicht machten. Wir organisieren Elternabende und die Resonanz war sehr positiv.“

Die Associação Recanto São Francisco befindet sich in der

Estrada da Laje, s/n Bairro Laje, Extrema.

Spenden sollten auf das laufende Konto überwiesen werden: Banco do Brasil: Agência – 2051-6, Konto 55.252-6.

Kontakt mit der Einrichtung ist auch möglich über mail: rsf.arcoiris@gmail.com oder facebook: www.facebook.com/recantosfrancisco oder telefonisch: (35) 9111-9387 und (35) 8819-2445

(Gazeta da Cidade, Extrema, Brasilien, Zeitungsartikel vom 18.7.2015)